Die Freizeit ist die Zeit, die den Menschen neben ihren Verpflichtungen frei für die eigenen Gestaltung zur Verfügung steht. Die Gestaltung der Freizeit hat sich im laufe der Geschichte stetig verändert, bis in die 1950er Jahre hinein wurde die Freizeit primär dazu genutzt, als Zeit der Erholung von der geleisteten und noch abzuleistenden Arbeit zu dienen. Ende der 1950er Jahre mit aufkommenden Wohlstand der Nachkriegsjahre rückte vor allem die Familie als wichtigste Freizeitbeschäftigung in den Vordergrund. Dies wurde dann Anfang der 1960er Jahre durch die breitflächige Einführung des Fernsehers abgelöst, ab diesem Zeitpunkt war die Freizeitgestaltung sehr stark von sozialen Normen abhängig. In den 1960er und 1970er Jahren begann dann auch die konsumorientierte Freizeitphase, Freizeit wurde dazu genutzt das hart verdiente Geld wieder auszugeben. Eine Verstärkung dieses Effektes gab es dann ab Mitte der 1970er Jahre durch den Medienkonsum, immer mehr Zeitschriften, Zeitungen, Radioprogramme und Fernsehprogramme drängten auf den Markt und überfluteten die Reize der Bevölkerung. Aus diesem Medienkonsum entwickelt sich dann Anfang der 1980er Jahre die erlebnisorientierte Freizeitphase, wo das gelebt, erlebt und entwickelt wurde was man durch den Medienkonsum aufgenommen hat. Dazu gehörte dann auch Mitte der 1980er Jahre die aufkommende Freizeitbeschäftigung des Telefonieren. Diese Phase wurde Anfang der 1990er Jahre durch die mußeorientierte Freizeitphase abgelöst, welche bis heute anhält und in der vor allem das Bedürfnis nach Ruhe und innerer Muße dominieren.